12 Apostel Grat - Säuling

Kondition:  
Technik:  
Erlebnis:  
Panorama:  
Höhendifferenz:
1174 m
Höhenunterschied
Start:
N
Startrichtungen
Dauer:
5:30 Std.
Gehzeit
12 Apostel Grat - Säuling 
1970 m
Höhe Startplatz

Anfahrt bis zum Startpunkt der Tour:

Man kann die Tour sowohl von der deutschen Seite mit Ausgangspunkt Hohenschwangau (bei Füssen), als auch von der österreichischen Seite von Pflach (bei Reutte) aus gehen. In Hohenschwangau bietet sich der Parkplatz bei den Tennisplätzen (ganz im Norden des Ortes) als Startpunkt an, weil man dann direkt neben dem Auto auf einer riesigen Wiese landen kann. In Pflach biegt man östlich in die Säulingstraße und fährt über die Bundesstraße drüber bis zu deren Ende, dort ist der Wanderparkplatz für den Aufstieg über das Säulinghaus.
Ich beschreibe die Tour von Hohenschwangau aus. Dorthin ist der Rückflug schöner, weil man dabei über die Königsschlösser "Neuschwanstein" und "Hohenschwangau" fliegt.

Talort:

Hohenschwangau, DE-87645

Beschreibung des Aufstiegs:

Von der Ortsmitte Hohenschwangau folgt man der Beschilderung zum Schloss "Neuschwanstein" und kurz vor dem Schloss biegt man rechts ab (Wegweiser nach "Bleckenau" und "Säuling"). Auf befestigten Forstwegen folgt man der Beschilderung "Säuling" und "Pilgerschrofen". Nach ca. 1 Stunde zweig rechts ein ausgeschilderter Pfad ab ("Säuling" und "Pilgerschrofen") bei einer kleinen Holzhütte gabelt sich der Pfad (links "Säuling direkt" und nach rechts "Säuling über Säulinghütte). Man geht die rechte Verzweigung und erreicht bald ein Joch nördlich unterhalb des Pilgerschrofens. Man steigt einige Meter steil ab und geht dann an der Felswand entlang bis zur Südwestseite des Berges (vom Starpunkt bis hierher ca. 2 Std.). An einer Eisenrohrstange ohne Schild geht es dann links auf schwach ausgetretenem Pfad steil hinauf auf den Pilgerschrofen (1759 m). Anfangs Schrofengelände und die letzten Meter sind bereits steiler Fels. An einer heiklen Stelle (Grad II) steckt ein geschlagener Haken. Am Gipfel des Pilgerschrofen beginnt der 12 Apostel Grad, der hinüber zum Säuling führt. Die Begehung des Grates ist bei guten Verhältnissen (also Gleitschirmwetter ;-) ) eine nette und unterhaltsame Kletterei mit mehreren z.T. auch ausgesetzten Kletterstellen im 2ten und 3ten UIAA-Schwierigkeitsgrad über die 12 Gratzacken (detaillierte Infos findet man auch im Internet). Für die 3 eingerichteten Abseilpassagen genügt ein Achter, ein 25 Meter langes Halbseil und eine Schlinge, die man sich um den Hintern legt. Ich bin mit einem vollgepackten WANI light unterwegs gewesen und kam damit gut zurecht. Falls man die Abseilstellen abklettern will, so ist das ca. 4ter Grad und rechts und links geht sehr weit runter (!!). Am Ende des 12 Apostel Grates trifft man auf den Normalweg zum Säuling und findet auch linker Hand gleich die schöne, aber steile Gamswiese unterhalb des Säuling-Gipfels auf der man später startet. Es empfiehlt sich aber auf jeden Fall, die 15 Minuten zu investieren, um auf den Säuling-Gipfel (2047 m) hoch zu steigen. Die Aussicht rundherum ist unglaublich! Für den 12 Apostel Grat habe ich als Sologänger ohne Sicherung bei umsichtiger Kletterei und mit der Gleitschirmausrüstung auf dem Buckel 2 1/2 Stunden gebraucht.

Beschreibung des Startplatzes:

Der Startplatz ist die steile Gamswiese östlich des Gipfelaufstiegs zum Säuling. Die Wiese ist zwar riesig aber sehr steil. Bei schwachem Wind ist es nicht einfach, den Gleitschirm sauber auszulegen, ohne dass er nicht immer wieder abrutscht. Die Wiese ist ca. 70 m lang und endet dann abrupt über einem senkrechtem Abbruch. Das hört sich zwar schlimm an, ist aber mit einer halbwegs sicheren Starttechnik gut zu machen. Die Wiese ist exakt nach Norden ausgerichtet, aber ohne jegliche Hindernisse. Man kann bei Wind NO bis NW starten. Eine kleine Windfahne steckt auch ;-) .

Besonderheiten bei Start, Flug und Landung:

Beim Flug nach Norden (Hohenschwangau) ist aus geografischen Gründen thermisch meist nicht viel zu erwarten. Man kann jedoch, wenn man auf der Gamswiese ganz oben startet, leicht über den Grat auf die Süd-Südwestseite des Säuling wechseln, wo es bei Sonneneinstrahlung immer richtig raufbollert. Falls man den Aufstieg von Pflach aus über das Säulinghaus gewählt hat, ist das dann sowieso die Rückflugrichtung. Beim Flug nach Hohenschwangau kann man sich die Königsschlösser von oben anschauen und in dem Garten südlich von den Tennisplätzen steckt eine gut sichtbare Windfahne. Mit deren Hilfe kann man mit Leichtigkeit den Landepunkt direkt neben dem Auto treffen.

Fotos:



























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