Dom

Kondition:  
Technik:  
Erlebnis:  
Panorama:  
Höhendifferenz:
4380 m
Höhenunterschied
Start:
N
Startrichtungen
Dauer:
12:00 Std.
Gehzeit
Dom 
4380 m
Höhe Startplatz

Anfahrt bis zum Startpunkt der Tour:

Abfahrt in München um viertel vor 3 morgens - Ankunft gegen 9. Standardroute über Bregenz, landschaftlich wunderschön!)

Talort:

Randa im Mattertal, CH-3928

Beschreibung des Aufstiegs:

Der Aufstieg erfordert zwei Tage. Die Domhütte hat momentan wegen Umbaus geschlossen – also nur etwas zum Biwakieren.
Am ersten Tag gilt es 1700 hm zu überwinden. Der Weg ist recht einfach und gut beschildert, wird aber in der oberen Hälfte steiler. Einige Passagen sind mit Tritten und Leitern versehen und teilweise mit Drahtseilen versichert. Eine Gruppe von Steinböcken sorgt beim Aufstieg für Abwechslung. Nach rund 4½ Stunden erreichen wir den Rand des Festigleschers auf knapp 3200m – ein toller Biwakplatz mit „fließend Wasser“. Wir ruhen uns den Rest des Tages aus um uns and die Höhe zu gewöhnen und, soweit das möglich ist, genießen die tolle Abendstimmung mit dem Panorama aus zahlreichen 4000ern: Weisshorn, Breithorn, Matterhorn...
Am nächsten Tag brechen wir um halb 3 nachts zum Aufstieg für die verbleibenen 1300hm auf. Ich würde jedem raten, hier gleich ausreichend Wasser mitzunehmen – bis zum Gipfel wird es nicht einfach nachzufüllen! Die dünne Höhenluft ist keineswegs zu unterschätzen. Wir halten uns am Südrand der Moräne und klettern über Fels und Blöcke am Gletscherbruch vorbei. Dann gehen wir noch ein kurzes Stück über den Festigletscher Richtung Einstieg zum Festijoch. Die Spalten sind gut sichtbar und der Firn fest und so erreichen wir wenig später das Festijoch.
Hier steht 2er Kletterei an – im Prinzip kein Problem aber mit dem schweren Packsack in der ausgesetzten Route manchmal schon eine Herausforderung. Die wenigen Fixseile sind an absolut sinnlosen Stellen platziert und sind keine Hilfe. Zudem kommt einiges an Steinen von Seilschaften über uns herabgeregtnet – das tragen eines Helms mach daher selten mehr Sinn! Schließlich komen wir oben am Festigrat in der Morgendämmerung an. Die Route am Grat sagt uns allerdings nicht zu, da wir mit den Packsäcken ungern die steilen Firnhänge queren wollen. Stattdessen gehen wir auf dem Normalweg über den Hohberggletscher Richtung Gipfel. Nach einem kurzen Gegenanstieg geht es langsam und sehr zäh voran. Vom Tempo passen wir sehr gut zusammen, doch ab 4000 m ist der Anstieg pure Quälerei. Die letzten Höhenmeter ziehen sich so unendlich in die Länge. Um viertel nach 10 stehen wir schließlich oben am Gipfel – ziemlich fertig aber glücklich.

Beschreibung des Startplatzes:

Der Gipfel ist zum Starten eher ungeeignet, rund 70 hm unterhalb, vor dem letzten steilen Gipfelanstieg, ist jedoch ein ideal geneigter Hang am Gletscher. Nord ist die optimale Startrichtung, ein leichter Ost- oder Westeinschlag ist tolerierbar. Bei West oder Ost findet man sich allerdings schnell im Lee wieder! Erwartet hatten wir laut Prognose rund 20 km/h aus NW. Bei Aufstieg dominierte allerdings bis fast ganz oben am Grat der Gletscherabwind. Am Start war größtenteils Nullwind, nur hin und wieder zogen kurze Böen durch. Kilian, der bessere Starter von uns beiden, hat sich dankenswerterweise bereit erklärt, erst nach mir rauszugehen. Ein Problem war der sehr rutschige Firn, und trotz mitgebrachten Holzspießen und Schnur fand ich meinen Schirm mehrere Male wieder an meinen Schienbeinen wieder. (Bei der Höhe macht das Schirm hochtragen und auslegen übrigens besonders viel Spaß.) Sobald der Wind ansteht geht es aber problemlos.

Besonderheiten bei Start, Flug und Landung:

Über dem Gletscher habe ich zunächst ordentliches Sinken, dann gleitet es aber wieder gut. Wir drehen nach Süden Richtung Täschhorn ab und tauchen in die spektakuläre Gletscherwelt ein. Über dem Teufelsgrat kommt ziemlich enge und ruppige Lee-Thermik hoch, die wir noch ausdrehen, bis es uns zu bunt wird. Nach rund 40 min Flug in bombastischer hochalpiner Landschaft landen wir kurz vor 2 Uhr westlich des Flusses unterhalb von Randa. Ein schöner, großer und ebener Landeplatz, allerdings muss man ab Mittag unbedingt mit dem starken Talwind rechnen! Wie man auf der Hinfahrt leicht bemerkt, steht es nördlich mit Landemöglichkeiten zwischen spärlich und unmöglich. Richtung Zermatt ist es dann aber fast überall sehr entspannt. Will man spät am Tag landen, sollte man sich eine breitere Talstelle aussuchen. Mit Steigeisen zu starten und zu landen ist übrigens, selbst wenn man etwas laufen muss, absolut kein Problem.

Fotos:





GLIDERHUB.COM

  • Das umfassende Verzeichnis für Gleitschirmschulen und Gleitschirm-reisen im deutschsprachigen Raum. gliderhub.com bietet die komplette Übersicht für Pilotinnen & Piloten und solche, die es erst noch werden wollen.

    Der gliderhub.com Blog berichtet regelmässig über Neuigkeiten aus der Gleitschirm-Szene.


    Mehr Info

Events & Termine 2018

  • 6/16/2 - 6/30/2
    Red Bull X-Alps

    8/17/2019
    outdoortrophy

    Mehr Info